AxelF's Sicht auf die Dinge

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4. Urlaubstag - Montag 17.09.2012
Ein toller Tag. Er begann allerdings mit einem nicht erstklassigen Frühstück. Dann fuhren wir kurz mit dem Bus zum Platz mit den Pferdekutschen. Mit einer solchen ging es dann noch mit einem anderen Paar in die Oase von Tazeur, immerhin der größten von ganz Nordafrika.
Nun beginnt die kleine Oasenkunde und ich weiß in Wirklichkeit gar nicht recht, wo ich beginnen soll. Vielleicht bei den Eigentumsverhältnissen. Und den wirtschaftlichen Faktoren einer solchen Oase. Die Oase sichert nämlich Einkommen, nämlich der Leute, die (mindestens) eine Parzelle von ca. 1 ha besitzen. Die pflanzen dann Gemüse, Bananen, Zitronen und Feigen. Und, natürlich Datteln. Die wachsen auf Palmen, dazu gleich noch mehr.
Das ganze geht, mitten in der Wüste, natürlich nur mit Wasser. Das kommt als Grundwasser aus der Erde und gehört Vater Staat, der es nach oben pumpt und über ein Kanalsystem verteilt. Die Eigentümer kaufen das Wasser vom Staat und ziehen damit ihre Ernte groß. So haben alle was davon.

Also: die Oase trägt mehrfach im Jahr. Genauer angeschaut haben wir uns die Datteln. Die müssen im Frühjahr besteubt werden, und zwar von Hand. Dazu müssen die Blüten der männlichen Bäume von Hand abgesägt werden, dazu muss ein Tagelöhner auf der Baum klettern, und das barfuß und ohne Hilfsmittel. Anschließend auf den weiblichen Baum und dort besteuben. Etwa 90% der Palmen sind weiblich.
Ähnlich aufwändig ist die Ernte der reifen Datteln. Die hängen in dicken und offensichtlich schweren Klumpen ganz oben in den bis in 30 Meter hohen Stämmen. Einer muss hoch, die Dinger abschneiden und sie dann in einer Kette von Pflückern nach unten reichen.
Die Datteln, von denen es mehr als 100 Arten gibt, werden als Nahrungsmittel verkauft, zu Marmelade verkocht oder zu Schnaps gebrannt, die schlechtesten Exemplare bekommen die Tiere. In oben Export geht auch einiges, dann aber aus Haltbarkeitsgründen gezuckerte Früchte.
Das soll es erst einmal von der Oase und den Datteln gewesen sein. Wir fuhren dann mit den Kutschen zurück nach Tozeur, wo wir dann durch die Altstadt gingen, durch den Markt und die Hauptstraße. Eine alte orientalische Stadt mit einer auf kleinen Sandbacksteinen basierenden, allerdings Witterungseinflüssen gegenüber sehr anfälligen Architektur. Es war ein angenehmer Gang durch die Stadt. Zwar wurden wir ständig von den Ladeninhabern ermuntert, ihre Läden zu betreten und ihre Waren zu kaufen, aber das wird schnell zur Routine und machte uns bald nichts mehr aus. Ich habe mir aber ein interessantes Schmuckstück gekauft, dazu aber später mehr.
Danach zurück ins Hotel zum Mittagessen, in Ordnung. Wie immer ziemlich reichhaltiges Buffet mit ziemlich allem drum und dran. Wir waren so früh dran, dass wir noch eine Runde schwimmen konnten.
Und danach ein absoluter Höhepunkt der Reise: eine Fahrt mit dem Jeep in die Berge. Die Fahrtzeit mit den Toyota Land Cruisern, in denen wir zu sechst Platz genommen hatten, betrug ca. eine gute Stunde. Zuerst fuhren wir einen Parkplatz an, von dem aus man die tunesisch / algerische Grenze gut sehen konnte. Letztlich an der Stelle eine Schlucht zwischen zwei Gebirgszügen. Dann weiter nach Tamerza, wo es einen Grand Canyon zu sehen gab. Die Fahrt dahin ging durch eine wilde Landschaft über Serpentinen, die einen schwindelig machten. Aufregend!
Dann nach Mides. Dort ist ein kleiner See mit einem Wasserfall. In diesen See sprangen junge Männer mit begnadeten Körpern gegen ein wenig Bakschisch. Sehr schön.

Und dann kam Chebika, bereits auf dem Rückweg. Dort ist eine so genannte Bergoase. Heißt, dass sich die Häuser teilweise der Berg hochziehen, während die Oase selber im Tal liegt und vom Wasser lebt, das aus Quellen von den Bergen kommt. Wir machten eine Führung durch die Oase, was hieß, dass wir erst einmal auf den Berg stiegen, durch Felsspalten, felsige Aufstiege um dann gleich steil nach unten zu klettern. An der Haupt- Quelle vorbei ins Tal, wo wir uns ebenfalls teilweise über Baumstämme im Wasser bewegten. Die Führung dauerte etwa eine halbe Stunde und war ein Abenteuer. Relativ spät zurück im Hotel, aber noch ein wenig Zeit bis zum Abendessen, das gewohnt gut war.
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4. Urlaubstag - Montag 17.09.2012

Ein toller Tag. Er begann allerdings mit einem nicht erstklassigen Frühstück. Dann fuhren wir kurz mit dem Bus zum Platz mit den Pferdekutschen. Mit einer solchen ging es dann noch mit einem anderen Paar in die Oase von Tazeur, immerhin der größten von ganz Nordafrika.

Nun beginnt die kleine Oasenkunde und ich weiß in Wirklichkeit gar nicht recht, wo ich beginnen soll. Vielleicht bei den Eigentumsverhältnissen. Und den wirtschaftlichen Faktoren einer solchen Oase. Die Oase sichert nämlich Einkommen, nämlich der Leute, die (mindestens) eine Parzelle von ca. 1 ha besitzen. Die pflanzen dann Gemüse, Bananen, Zitronen und Feigen. Und, natürlich Datteln. Die wachsen auf Palmen, dazu gleich noch mehr.

Das ganze geht, mitten in der Wüste, natürlich nur mit Wasser. Das kommt als Grundwasser aus der Erde und gehört Vater Staat, der es nach oben pumpt und über ein Kanalsystem verteilt. Die Eigentümer kaufen das Wasser vom Staat und ziehen damit ihre Ernte groß. So haben alle was davon.

Bewässerung der Oase von Tozeur

Also: die Oase trägt mehrfach im Jahr. Genauer angeschaut haben wir uns die Datteln. Die müssen im Frühjahr besteubt werden, und zwar von Hand. Dazu müssen die Blüten der männlichen Bäume von Hand abgesägt werden, dazu muss ein Tagelöhner auf der Baum klettern, und das barfuß und ohne Hilfsmittel. Anschließend auf den weiblichen Baum und dort besteuben. Etwa 90% der Palmen sind weiblich.

Ähnlich aufwändig ist die Ernte der reifen Datteln. Die hängen in dicken und offensichtlich schweren Klumpen ganz oben in den bis in 30 Meter hohen Stämmen. Einer muss hoch, die Dinger abschneiden und sie dann in einer Kette von Pflückern nach unten reichen.

Die Datteln, von denen es mehr als 100 Arten gibt, werden als Nahrungsmittel verkauft, zu Marmelade verkocht oder zu Schnaps gebrannt, die schlechtesten Exemplare bekommen die Tiere. In oben Export geht auch einiges, dann aber aus Haltbarkeitsgründen gezuckerte Früchte.

Das soll es erst einmal von der Oase und den Datteln gewesen sein. Wir fuhren dann mit den Kutschen zurück nach Tozeur, wo wir dann durch die Altstadt gingen, durch den Markt und die Hauptstraße. Eine alte orientalische Stadt mit einer auf kleinen Sandbacksteinen basierenden, allerdings Witterungseinflüssen gegenüber sehr anfälligen Architektur. Es war ein angenehmer Gang durch die Stadt. Zwar wurden wir ständig von den Ladeninhabern ermuntert, ihre Läden zu betreten und ihre Waren zu kaufen, aber das wird schnell zur Routine und machte uns bald nichts mehr aus. Ich habe mir aber ein interessantes Schmuckstück gekauft, dazu aber später mehr.

Danach zurück ins Hotel zum Mittagessen, in Ordnung. Wie immer ziemlich reichhaltiges Buffet mit ziemlich allem drum und dran. Wir waren so früh dran, dass wir noch eine Runde schwimmen konnten.

Und danach ein absoluter Höhepunkt der Reise: eine Fahrt mit dem Jeep in die Berge. Die Fahrtzeit mit den Toyota Land Cruisern, in denen wir zu sechst Platz genommen hatten, betrug ca. eine gute Stunde. Zuerst fuhren wir einen Parkplatz an, von dem aus man die tunesisch / algerische Grenze gut sehen konnte. Letztlich an der Stelle eine Schlucht zwischen zwei Gebirgszügen. Dann weiter nach Tamerza, wo es einen Grand Canyon zu sehen gab. Die Fahrt dahin ging durch eine wilde Landschaft über Serpentinen, die einen schwindelig machten. Aufregend!

Dann nach Mides. Dort ist ein kleiner See mit einem Wasserfall. In diesen See sprangen junge Männer mit begnadeten Körpern gegen ein wenig Bakschisch. Sehr schön.

Wasserfall von Mides

Und dann kam Chebika, bereits auf dem Rückweg. Dort ist eine so genannte Bergoase. Heißt, dass sich die Häuser teilweise der Berg hochziehen, während die Oase selber im Tal liegt und vom Wasser lebt, das aus Quellen von den Bergen kommt. Wir machten eine Führung durch die Oase, was hieß, dass wir erst einmal auf den Berg stiegen, durch Felsspalten, felsige Aufstiege um dann gleich steil nach unten zu klettern. An der Haupt- Quelle vorbei ins Tal, wo wir uns ebenfalls teilweise über Baumstämme im Wasser bewegten. Die Führung dauerte etwa eine halbe Stunde und war ein Abenteuer. Relativ spät zurück im Hotel, aber noch ein wenig Zeit bis zum Abendessen, das gewohnt gut war.

Bergoase von Chebika

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